Josefikonzert 2024

Von ABBA bis Ernst Mosch – Musiker präsentieren unter der Leitung von Martin Kurz ein breitgefächertes Programm

Besetzung der Musikkapelle Niederaudorf – vorne Stabübergabe von Sebastian Kurz an Sohn Martin Kurz

Niederaudorf – Das diesjährige Josefikonzert der Musikkapelle Niederaudorf begann mit einer mitreißenden Eröffnung durch die Aufführung der „Fächer-Polonaise“ von Carl Michael Ziehrer. Unter der Leitung von Martin Kurz, der kürzlich das Amt des Dirigenten von seinem Vater Wast Kurz übernahm, führte das Blasmusikorchester die Komposition auf, die von Otto Wagner für Blasmusikensemble arrangiert wurde. Das Orchester begeisterte von Anfang an das Publikum mit seiner Darbietung in der vollbesetzten Niederaudorfer Turnhalle und hielt es bis zum letzten Stück in seinem Bann.

Zur Eröffnung wählten die Niederaudorfer Musikanten mit der „Fächer-Polonaise“ ein bekanntes Stück der Wiener Klassik. Der Komponist verwebt in seiner Polonaise kraftvolle Rhythmen mit eingängigen Melodien, die von einer Vielzahl kraftvoller Blasinstrumenten, darunter Trompeten und Posaunen, getragen werden. Wagners Bearbeitung für Blasmusikorchester verleiht dem Stück eine bemerkenswerte Dynamik und Farbe, die Martin Kurz mit seinen Musikern auf eine frische Art zur Geltung brachte.

Danach folgte die „Romantica Ouvertüre“ von Hans Eibl, ein Stück, das die romantische Ära der Musik aufgreift und in einer zeitgenössischen Form interpretiert. Es zeichnet sich durch eine reiche Harmonik, melodische Vielfalt und emotionale Tiefe aus. Natürlich darf bei einem traditionellen Konzert der Musikkapelle Niederaudorf die Strauß-Familie nicht zu kurz kommen, die mit bekannten und beliebten Werken wie der Polka „Leichtes Blut“ von Johann Strauß oder dem Festmarsch op. 452 von Johann Strauß Sohn vertreten war. Noch vor der Pause erklang die „Egerländer Festtagspolka“ von Ernst Hutter. Eine mitreißende Blasmusikkomposition, die durch ihre lebhaften Rhythmen und feierlichen Melodien das festliche Ambiente der Egerländer Tradition einfängt. Ein Stück, das bei der Egerländer Legende Ernst Mosch große Beliebtheit genoss.

Der zweite Konzertteil wurde mit der „Olympic Spirit Fanfare“ von John Williams, arrangiert von James Curnow, eröffnet. Eine mitreißende Fanfare, die die inspirierende Atmosphäre der Olympischen Spiele einfängt. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Blechbläser, die mit ihren markanten Melodielinien und virtuosen Passagen den olympischen Geist entfachen. Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest 1974 mit dem Hit „Waterloo“ erlangte die schwedische Popgruppe ABBA große Popularität. Johan de Mey war einer der ersten Arrangeure, der einige ihrer Erfolgstitel wie „Dancing Queen“, „Arrival“ und „Money, Money“ für Sinfonisches Blasorchester arrangierte, was bei der Aufführung zu hören war.

In der Folge stand der „St. Louis Blues Marsch“ von William Christopher Handy in der Bearbeitung von Heinz Herrmannsdörfer auf dem Programm. Eine mitreißende Interpretation des bekannten Blues-Standards, die typische Marschrhythmen mit dem unverwechselbaren Charakter des Stücks verbindet. Mit der „Wachtel Polka“ von Karel Vacek, bearbeitet von Franz Bummerl, präsentiert das Orchester eine lebhafte und eingängige Polka, die durch ihre fröhliche Melodie und schwungvollen Rhythmen besticht.

Für das Finale hatten die Niederaudorfer Musikanten den „Schutz und Hilfe Marsch“ von Hannes Apfolterer ausgesucht. Ein kraftvoller Marsch, der durch seine heroische Atmosphäre und klangliche Vielfalt beeindruckt, und mitreißende Melodien mit dynamischen Kontrasten vereint und dem Konzert ein effektvolles Ende verlieh. Selbstverständlich gab es auch eine Zugabe, die vom ehemaligen Kapellmeister Wast Kurz ausgewählt und persönlich dirigiert wurde: der beliebte Marsch „Mars de Medici“ des „holländischen Marschkönigs“ Johan Wichers. Insgesamt zeigte sich das Auditorium von dem abwechslungsreichen Konzert begeistert und dankte den Interpreten nach jedem Stück mit frenetischem Beifall.

Die Begrüßung des Publikums und der Ehrengäste übernahm der Erste Vorstand Martin Schweinsteiger. Die verbindenden Worte sprach Josef Kern. Vor Beginn des Konzerts spielte bereits die Jugendkapelle unter der Leitung von Andreas Smettan auf. Das Josefikonzert endete schließlich mit einem Terminhinweis auf das 90-jährige Bestehen der Kapelle, das am Sonntag, den 26.05., mit einem Festgottesdienst und einem Tag der Blasmusik mit den benachbarten Kapellen gefeiert wird, begleitet von einem langanhaltenden Applaus des begeisterten Publikums.

Unsere diesjährige Konzert-Besetzung

Unsere geehrten Musikanten

Beim Konzert wurde Sebastian Kurz, der heuer den Dirigentenstab an seinen Sohn Martin weitergab, als Ehren-Kapellmeister geehrt.

Zwei weitere Musikanten Josef und Markus Hartmann sind bereits seit 60 Jahren aktive Musiker bei der Kapelle und wurden heuer als Ehrenmitglieder ausgezeichnet.

Zu dem wurde Matthias Schweinsteiger für 25 Jahre und Georg Gstatter für 40 Jahre Mitglied in unseren Reihen geehrt.

Anton Buchauer hat sich der Musikerleistungsprüfung in Bronze gestellt und erfolgreich abgeschlossen.

von links: Matthias Schweinsteiger, Georg Gstatter, Anton Buchauer, Markus Hartmann, Martin Kurz, Josef Hartmann, Martin Schweinsteiger, Sebastian Kurz und Martin Obermaier

Unsere Programmfolge